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So funktioniert FinSi

FinSi zeigt dir den kompletten deutschen Bundeshaushalt – also alles, was der Bund in einem Jahr einnehmen und ausgeben will – und lässt dich selbst daran drehen: Was wäre, wenn wir hier kürzen, dort mehr ausgeben oder die Mehrwertsteuer ändern? FinSi rechnet sofort aus, was deine Entscheidungen für den Gesamthaushalt und die Neuverschuldung bedeuten würden.

Die Bedienung in 60 Sekunden

Der Haushalt ist wie im Original gegliedert: Einzelpläne (im Wesentlichen die Ministerien) enthalten Kapitel (Aufgabenbereiche), diese enthalten Titel (einzelne Posten wie „BAföG" oder „Deutsche Künstlerhilfe"). Mit den Pfeilen klappst du die Ebenen auf und zu, das Suchfeld findet Posten nach Name oder Nummer.

Woher kommen die Zahlen?

Alle Zahlen stammen aus „Bundeshaushalt digital", dem offiziellen Datenangebot des Bundesministeriums der Finanzen. Es sind exakt die Beträge des jeweiligen Haushaltsplans – FinSi verändert nichts daran, sondern rechnet nur auf ihrer Basis. Du kannst Jahre von 2012 bis heute auswählen, und zwar wahlweise:

Den Stand der Daten („Datenstand") siehst du unten auf der Startseite. Die Daten sind laut Ministerium öffentliche Daten ohne urheberrechtlichen Schutz.

Wie rechnet FinSi?

Die Grundidee ist bewusst einfach: Jeder Regler verändert seinen Posten im Verhältnis zum Plan. Beispiel: Der Verteidigungshaushalt 2026 ist mit rund 82,7 Mrd. € geplant. Ziehst du den Regler auf 40 % (also unter die Mitte), rechnet FinSi mit 80 % des Plans – etwa 66,1 Mrd. €. Alle Zwischensummen und das Dashboard werden sofort neu berechnet.

Eine Besonderheit erklärt die Kennzahl „Neue Schulden": Im offiziellen Haushaltsplan sind Einnahmen und Ausgaben immer exakt gleich hoch – weil geplante neue Kredite als „Einnahme" gebucht werden. Das wäre für ein Gefühl von „Wie viel nimmt der Staat wirklich ein?" irreführend. FinSi zieht deshalb die Kreditaufnahme heraus und zeigt:

Welche Annahmen stecken in der Steuer-Simulation?

Die Steuerhebel rechnen linear und ohne Verhaltenseffekte. Das heißt: Erhöhst du z. B. die Tabaksteuer um 10 %, nimmt der Staat im Modell genau 10 % mehr Tabaksteuer ein. In der Realität würden Menschen darauf reagieren – weniger rauchen, im Ausland kaufen –, und die Mehreinnahme fiele kleiner aus. Solche Effekte bildet FinSi bewusst nicht ab, weil es dafür keine unumstrittenen Zahlen gibt. Die Ergebnisse sind also eine „Was wäre rechnerisch, wenn sonst alles gleich bliebe"-Betrachtung.

Weitere Annahmen im Detail:

Was FinSi nicht ist

FinSi ist ein Simulations- und Lernwerkzeug – keine amtliche Darstellung und keine Prognose. Ein paar Dinge solltest du beim Interpretieren im Kopf behalten:

Kurz: FinSi hilft zu verstehen, wie groß die Posten des Bundeshaushalts sind, wie sie zusammenhängen und welche Größenordnungen Entscheidungen hätten. Für alles Weitere braucht es echte Politik – und echte Ökonomen.

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